Juradistl  -  Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura


Im Jahr 2002 initiierten die Landschaftspflegeverbände Amberg-Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf., Regensburg und Schwandorf sowie der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) gemeinsam mit der Regierung der Oberpfalz eines der größte Bayerischen Naturschutzprojekte der vergangenen Jahre, das Netzwerkprojekt Oberpfälzer Jura – Mensch – Umwelt – Kultur, kurz nepo•muk.

 



Ausgangspunkt war die zentrale Erkenntnis aus zuvor durchgeführten kleineren Naturschutzprojekten: Natur hält sich nicht an Grenzen! Für den dringend notwendigen Verbund von Trocken- und Feuchtlebensräumen braucht es einen auf den gesamten Naturraum "Mittlere Frankenalb" bezogenen Ansatz.

 



Mit „Juradistl – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“, einem von zwei modellhaften Projekten in der Oberpfalz, wird nun die bewährte Zusammenarbeit und die erfolgreiche Arbeit aus dem nepo-muk-Projekt weiter ausgebaut. Gleichzeitig wird die Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern umgesetzt, die der Bayerische Ministerrat am 01. April 2008 beschlossen hat. Diese zweite Projektphase dauerte von 2009 bis 2013.

 

In einer dritten Projektphase (2014 - 2020) wurden neue und weitergehende Ziele formuliert bzw. bestehende Ziele präzisiert. Dabei haben die Ziele, die im Rahmenkonzept für das Projekt „Juradistl – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“ 2009 – 2013 formuliert wurden, weiterhin Bestand.

 

In der neuen Förderperiode sollen u.a. in der Öffentlichkeitsarbeit künftig exemplarisch Einzelarten stärker in den Fokus gerückt und auch andere Lebensräume (v. a. artenreiches Grünland und Streuobst) berücksichtigt werden. Des Weiteren hat man das Ziel, zum Erhalt und Wiedereinführung alter Kultursorten sowie alter Haustierrassen beizutragen. Außerdem soll die Vermittlung und Vertiefung von Umweltwissen im Rahmen der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation (auch im Bereich Tourismus) noch stärker ausgebaut werden.