Juradistl-Weiderind - neues regionales Markenprodukt


Tierhaltung im Einklang mit der Natur

Nach intensiver Vorbereitungszeit ist es nun soweit. Neben dem Juradistl-Lamm soll nun auch das Juradistl-Weiderind dafür sorgen, dass die Kulturlandschaft und die Artenvielfelt auf den Weiden und Wiesen im Oberpfälzer Jura erhalten bleiben. Im September 2011 wurde das Juradistl-Weiderind im Bergasthof Sammüller in Neumarkt i.d.OPf. offiziell als Marktneuheit vorgestellt. Zentraler Marktpartner bei Erfassung, Schlachtung und Lieferung ist die Firma JURA-Fleisch aus Neumarkt i.d.OPf., die bereits bei Juradistl-Lamm ein wichtiger Partner von Juradistl ist. Wurden mit der Beweidung durch die Juradistl-Lämmer hauptsächlich magere Trockenstandorte, wie die kräuterreichen Jurahänge gepflegt und erhalten, kommt nun der nächste Schritt der Naturschutzarbeit. Mit einer extensiven Rinderbeweidung werden jetzt auch Naturschutzimpulse auf den Wiesen und Weiden der Oberpfälzer Mittelgebirgslandschaft gesetzt.




Ochsen und Färsen – Qualität wächst langsam

Um die extensive Produktionsweise überhaupt möglich zu machen, dürfen für das neue Markenprogramm Juradistl-Weiderind ausschließlich erwachsene Ochsen und Färsen gehalten werden. Sowohl Ochsen als auch Färsen (weibliche Tiere) wachsen viel langsamer. So brauchen Ochsen und Färsen zwar viel länger als ein Mastbulle, aber die feine Fettmarmorierung im Fleisch macht diese Spezialität im Geschmack einfach unvergleichlich gut. Geschlachtet werden die Tiere dann in der Regel in einem Alter von ca. zwei Jahren.  Im Wesentlichen bekommen die Juradistl-Weiderinder das zu fressen, was auf der Weide wächst.  Ansonsten stehen heimische Futtermittel aus der Region wie etwa Heu, Gras, Kleegras oder Getreide auf dem Speiseplan.

 



Juradistl Weiderind – die Alternative für eine bäuerliche Oberpfalz

Die extensive Weidehaltung mit Rindern ist für den Naturschutz  besonders wichtig, weil damit Wiesen und Weiden auch weiterhin bewirtschaftet werden können und gleichzeitig auf den Flächen artenreiche Bestände erhalten werden. Dort, wo durch extensive Erzeugung noch Blumen und Kräuter wachsen, gibt es viele Vögel, Insekten und andere Tierarten. Darüber hinaus prägt die Weide eine vielfältige Kulturlandschaft und ist  somit auch aus touristischen Gesichtspunkten bedeutsam. Zudem können sich an extensiven Weidesystemen vorwiegend kleinere Betriebe, wie sie für die Oberpfälzer Mittelgebirgslandschaften typisch sind, beteiligen. In vielen weltmarktorientierten landwirtschaftlichen Produktionssystemen haben diese kleinbäuerlichen Höfe, vor allem bei den schwierigen Produktionsbedingungen in der Oberpfalz, kaum noch Chancen, wirtschaftlich zu überleben. Deshalb geht es beim Juradistl-Weiderind wie auch beim Juradistl-Lamm nicht ausschließlich um die Belange des Naturschutzes. Es geht um den Erhalt einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Denn ohne diese ist der Naturschutz langfristig kaum denkbar. Und nicht nur das. Es geht im Grunde um nicht weniger als Oberpfälzer Vielfalt, Kultur und Lebensqualität.

 

 


Erzeugerbetriebe für Juradistl-Weiderind gesucht

Produktionskriterien für Juradistl-Weiderinder:

  • Ausschließlich erwachsene Ochsen und Färsen (kein Jungweiderind oder baby-beef).
  • Mindestalter 16 Monate, Ziel etwa zweijährige Tiere.

  • Weidehaltung: Voraussetzung ist eine durchgängige Weidehaltung während der Vegetationszeit, i.d.R. mindestens 6 Monate pro Jahr
  • Geboren, gemästet und geschlachtet in der Oberpfalz.
  • Der Aufpreis für Ochsen beläuft sich auf 12 % auf die amtliche Jungbullennotierung.
  • Der Aufpreis für Färsen beläuft sich auf 8 % auf die amtliche Färsennotierung
  • Schlachtung und Erfassung über die Firma JURA-Fleisch in Neumarkt i.d.OPf. (nur im Erfassungsraum der Firma, ansonsten ist selbst anzuliefern).

 

Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen mit:
landimpuls GmbH
Bayernstraße 11
93128 Regenstauf


Herbert Hofberger

Telefon: 09402/948280 oder 09131/884212

 

Weitere Information:


Handout-Vermarktungsprogramm-JD-Weiderind-08-2013.pdf