Bilanz der bisherigen Aktivitäten und Erfolge

Seit Beginn des Projekts in 2004 konnten wesentliche Erfolge bei der Erhaltung der Biodiversität realisiert werden:

 



Erhaltung, Entwicklung und Vernetzung der Artengemeinschaften durch Sicherung, Optimierung und Vernetzung der landschaftsprägenden Magerrasenflächen auf ca. 500 ha durch eine Verbesserung der Beweidungsbedingungen;

Maßnahmen hierzu:

-  Landkreisübergreifende Neuordnung von
   Schäfereirevieren

-  Sicherung von Triftwegen über

   Landkreisgrenzen hinweg

-  Arrondierung von Weideflächen

 

 


Ankauf und Optimierung von ca. 30 ha landwirtschaftlicher Fläche zur Stabilisierung des landkreisübergreifenden Biotopverbunds

-  Beweidung von isolierten Magerrasenkomplexen und damit eine

    nachhaltige Absicherung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen

    (z. B. bei Dietkirchen,

   Landkreis Neumarkt i. d. OPf.)

-  Umsetzung des landkreisübergreifenden Beweidungskonzeptes (z. B.

   Flächenankauf in der Gemarkung Dietldorf, Landkreis Schwandorf)

-  Optimierung des Biotopverbunds und des Artenschutzes (z. B.

   Flächenankäufe bei Münchshofen (Landkreis Schwandorf) und in

   Ammerthal (Landkreis Amberg-Sulzbach) zur Sicherung von

   Magerrasen- und Felsspaltvegetationen.

 


Bei den flankierenden Maßnahmen standen im Juradistl-Projekt von 2010 bis 2016 der Aufbau und die Weiterentwicklung von strategischen Allianzen für eine extensive Landnutzung und eine Förderung von Naturschutzprodukten sowie eine intensive projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit im Fokus.

Folgende Daten unterstreichen die Wirksamkeit der bisher durchgeführten flankierenden Maßnahmen:

-  Sicherung von ca. 120 extensiv genutzten  Beweidungskomplexen von

   23 Tierhaltern

-  Die Schäferreviere im Projektgebiet sind alle besetzt und für Nachfolger

   ist eine ausreichende Anzahl an Bewerbern vorhanden, da die Reviere

   durch das Juradistl-Projekt praktikabel gestaltet und bevorzugt mit

   Agrar-Umwelt-Maßnahmen (AUM) ausgestaltet sind.

-  Die Wertschöpfung für die Schäferbetriebe im Projektgebiet hat sich

   durch das Juradistl-Projekt erhöht.

-  Vermarktung von über 17.000 Juradistl-Weidelämmern

-  Aufbau von 10 Partnerbetrieben für extensive Rinderbeweidung (davon

   sind sieben Betriebe dem Juradistl-Weiderind-Programm angeschlossen)

-  Vermarktung von fast 200 Juradistl-Weiderindern

-  Sicherung von Streuobstbeständen über den Aufbau einer nachhaltigen

   Erfassungsstruktur für Streuobst im Verbund mit einer regionalen

   Kelterei  

-  Einführung der Juradistl-Streuobst-Apfelschorle mit einem Absatz von
   derzeit ca. 185.000 l pro Jahr

-  ca. 1.000 Berichte in Presse, Funk und Fernsehen.

 

 



Steigerung der Lebensraumvielfalt und Sicherung bzw. Neuschaffung von Lebensräumen mit Durchführung von ca. 1.000 Landschaftspflegemaßnahmen

z. B.:

- Erstpflegemaßnahmen auf Magerrasenkomplexen

- Freistellung von Magerrasen

- Rückschnitt von Sukzessionsgebüsch

- Pflegemahd auf Kalkflachmoor-Flächen

- Herstellung von Triftwegen zur Förderung der Wanderschäferei

etc.

 



Artenschutz und Erhaltung der Vielfalt an Lebensräumen auf landwirtschaftlichen Flächen durch eine gezielte Beratung von Landwirten bzgl. der Durchführung von Agrar-Umwelt-Maßnahmen (AUM)

Zwischen 2010 und 2016 wurden im Juradistl-Projektgebiet bisher fast 1.000 ha landwirtschaftliche Fläche mit Agrar-Umwelt-Maßnahmen (AUM) extensiviert.